1968 Geboren in Wien/Penzing, verbringe ich eine gewöhnliche Kindheit, nach vier Jahren beende ich das Gymnasium und sammle erste musikalische Erfahrungen als DJ in einer Schwulenbar.


1990 Nach fünf Jahren Studium an der Modeschule Hetzendorf komme ich zu dem Schluss, dass Österreich kein Mekka der Mode ist und bewerbe mich für die Meisterklasse der Malerei an der Hochschule für angewandte Kunst.


Der Meisterklassenleiter, Wolfgang Hutter, nimmt mich unter der Voraussetzung, dass ich meinen Stil nicht mehr ändere ohne Prüfung auf - was ich konsequent für eine Dauer von sechs Monaten durchhalte.
Hutter lehrt den Phantastischen Realismus. Dieses einzigartige, nur in Österreich existierende Genre, entwickelte sich in den 10950er Jahren und demonstriert den Versuch nach dem zweiten Weltkrieg Anschluss an die Kunst der Gegenwart zu finden - man stelle sich Dali gepaart mit Klimt vor.

Ich entdecke Gerhard Richter und beginne seinen Stil zu kopieren. Mein Meisterklassenleiter ist sehr beeindruckt, zumal ich für ein Bild nie länger als einen Tag benötige. Ich beginne auszugehen (oft komme ich erst bei Morgengrauen nach Hause), trinke Alkohol, habe Affairen mit Frauen und höre schließlich in einem Club den ersten Technotrack meines Lebens.


1992 Ich verkaufe meine Malereiutensilien, besorge mir einen Sampler und ein paar Synthesizer und beginne mit dem Komponieren von elektronischer Musik. Gleichzeitig jobbe ich in einem Plattenladen, wo ich meinen späteren Musikpartner Peter aka DJ Pure kennenlerne. Nach einigen Probenachmittagen in Peters Wohnung wagen wir uns als Technoduo "Ilsa Gold" in die Öffentlichkeit, werden bei einem Live Gig im U4 entdeckt und im Handumdrehen ist die erste Platte gepresst. Die Hochschule besuche ich nur mehr sporadisch (der Meisterklassenleiter verweigert aufgrund meiner mittlerweile ziemlich abstrakt anmutenden Kollagen jegliche Kommunikation), aber das ist mir egal, denn wir stürmen mit unserer ersten Single weltweit die Technocharts. Es folgen Konzerte in ganz Europa und ich gründe mein eigenes Label. Nach einiger Zeit beschließt mein Partner aufgrund des allgemeinen Niveauverfalls der Ravekultur nicht mehr live zu spielen, ich beginne Platten unter eigenem Namen zu veröffentlichen.

Um meine künstlerischen Fähigkeiten nicht komplett zu verlieren, zeichne ich Cartoons für das Techno Magazin “Envelope”, eine Karikatur kostet der Zeitschrift aufgrund einer Klage beinahe die Existenz

1996 - 2005 In den nächsten Jahren veröffentliche ich Tonträger unter den Pseudonymen Punk Anderson, Gerhard, Roy Edel, Global Matador, Acid Joseph, Milano Brothers, Petra, Christopher & Raphael Just.

2007 übersiedle ich nach New York, es folgt eine Zeit voller Inspiration und neuen Erfahrungen. Ich betreibe eine eigene Clubnacht und arbeite mit amerikanischen Musikproduzenten, doch nach zwei Jahren ist Schluss damit, ich bereise die gesammte USA und entdecke erneut meine Liebe zur Malerei.

2010 - 2012 beschließe ich nach Wien zurückzukehren und werde vorübergehend Kurator einer Fotogalerie. Diesen Job kann ich nicht wirklich als ernstzunehmend bezeichnen, aber er ist amüsant und zeitweise skurril. Gleichzeitig eröffnet sich für mich die Möglichkeit Musik für Theaterstücke zu komponieren, ich schreibe einige Kurzgeschichten und male wieder regelmäßig.